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Von Sonnenblümchen am 23.10.2019 14:25 Uhr Sonnenblümchen[VK]
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Panikattacken
Hallo zusammen,

mein Vater leidet (meistens im Herbst) an Panikattacken, die sich so äußern, dass er Schmerzen hat, sich da so hineinsteigert und Panikattacken bekommt. Er muss dann sofort ins Krankenhaus. So wie die Nacht von Sonntag zum Montag. Ich habe ihn dann wegen unerträglicher Magenschmerzen in die Rettungsstelle gebracht. Nach 3 Tagen Aufenthalt und KomplettCheck wurde festgestellt, alles okay bis auf eine kleine Entzündung im Magen, die mit Tabletten behandelt wird. Ich habe ihn gerade nach Hause geholt und sein Gedankenkarussell förmlich gesehen, angespannt, voller Angst, in sich hineinhorchend.

Was kann ich tun um diese Angst zu lösen? Beruhigungsmittel wurden ihm nicht verschrieben.
habe jetzt Lioran aus der Apo geholt. In der Hoffnung, dass es helfen könnte.
Das will er mir nicht abnehmen, weil es sein Arzt nicht verschrieben hat....

Wie kann ich noch helfen, ich befürchte, dass ich diese Nacht wieder angerufen werde und er ins Krankenhaus will.

Liebe Grüße


Von Carola am 24.10.2019 20:13 Uhr Carola[VK]
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Re:Panikattacken
Kann das eine Art Herbstdepression sein?
Die dunklen Monate schlagen ja vielen aufs Gemüt.
Ich würde mal mit seinem Hausarzt sprechen.

Von Stierfrau am 25.10.2019 10:51 Uhr Stierfrau
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Re:Panikattacken
Vielleicht einmal Baldriantropfen zur Beruhigung nehmen.

Von Sonnenblümchen am 28.10.2019 14:09 Uhr Sonnenblümchen[VK]
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Re:Panikattacken
Es war eine anstrengende Woche mit ihm. Ich war heute mit zur Hausärztin und habe um ein Antidepressivum gebeten. mal sehen wie es anschlägt.

vielen Dank euch

Von DesperateHousewife am 02.11.2019 18:44 Uhr DesperateHousewife
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Re:Panikattacken
Hey, Beruhigungstabletten helfen langfristig wohl eher weniger. Vielleicht sollte sein Hausarzt ihm dazu raten, mal zu schauen, wo diese Ängste und Panikattacken herkommen könnten.

Und Antidepressiva ohne den Versuch einer Psychotherapie oder der Vprstellung bei einem Psychater können ganz schnell gegenteilige Wirkungen haben.

LG

Von Ares am 21.11.2019 20:03 Uhr Ares
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Re:Panikattacken
Hallo liebes Sonnenblümchen, wie geht es Deinem Vater derzeit? Haben die Medikamente angeschlagen, die er von seinem Hausarzt verschrieben bekommen hat?
Seit wann hat Dein Vater denn diese Panikattacken? Hatte er die schon immer? Oder könnte das auch ein Zeichen von beginnender Demenz sein? Und wie geht es Dir damit, dass Dein Vater diese Panikattacken hat? Es ist sicher nicht einfach für Dich, den eigenen Vater in so einem Zustand zu sehen.
Mich würde Deine und die Situation Deines Vaters interessieren, da auch in meiner Familie Panikattacken schon vorgekommen sind.
Liebe Grüße
Ares

Von Sonnenblümchen am 22.11.2019 15:38 Uhr Sonnenblümchen[VK]
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Re:Panikattacken
Liebe Ares,
im Moment geht es. Es ist aber schwer, eine Aussage zu treffen. Es ist im Handumdrehen auch wieder anders. Wenn er die Tabletten regelmäßig nimmt, geht es. Das Schlimme ist, er experimentiert soviel mit seinen Medikamenten, will immer keine "ganze" Tablette nehmen, dann gibt's nur halbe, viertel oder er nimmt von meiner Mutter Tabletten, weil er der Meinung ist, alles andere wäre besser. Sehr verfahrene Situation.

Mit Demenz bringe ich es nicht in Verbindung, da dieser Zustand schon mindestens 7 Jahre anhält und immer nur in den Wintermonaten. Zu viel Langeweile im Winter, zu viel Zeit in den Körper hineinzuhören. Und 85 ist er nun auch schon.

Und besonders schlimm, wenn ich nicht erreichbar bin.... dann ist niemand da, der ihm helfen kann. immer dann geht's los. Wenn er seine Tabletten nimmt, hat er sich einigermaßen im Griff.
Bis zum Frühjahr dauert noch...... dann wird es erfahrungsgemäß besser.

Euch ein schöne Wochenende

Von Sonnenblümchen am 15.01.2020 08:45 Uhr Sonnenblümchen[VK]
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Re:Panikattacken
Ihr Lieben,

gestern habe ich meinen Vater in eine psychiatrische
Klinik gebracht. Es war nicht mehr zu bewältigen.
Seine Angststörung hat unser aller Leben bestimmt.
In der Hoffnung, dass ihm dort geholfen, sind wir gestern dort hin.

Er ist freiwillig dort und kann jeder Zeit abbrechen. Er war gestern natürlich nicht angetan, von dem was ihn dort erwartet hat.
Kein Fernseher, kein Telefon, karge Station.. Beschäftigungstherapie am Tag in Form von Sport , Musik, Malen....

Mir ist es auch befremdlich und ich frage mich, ob es das gewünschte Ergebnis bringt...
Habe Angst, dass er abbricht... habe dann keine Ideen mehr

Kann von euch jemand Erfolgsberichte liefern ?
Dann wäre ich eventuell beruhigter. Danke euch
und liebe Grüße


Von Chaosfraktion am 15.01.2020 18:31 Uhr Chaosfraktion
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Re:Panikattacken
Na da drück ich mal alle Daumen!
Erfolgsberichte hab ich nicht, und eine normale Winterdepression ist das sicher auch nicht mehr, aber vllt lässt er sich ja hefen.

Von Mauzi am 16.01.2020 10:43 Uhr Mauzi
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Re:Panikattacken
Hallo Sonnenblümchen, du versuchst dein Bestes. Und alles andere wird sich geben.
Ich wünsche dir viel Kraft. Denke auch an dich, damit du nicht dabei auf der Strecke bleibst.
LG von mauzi

Von ANONYM am 17.01.2020 06:35 Uhr ANONYM
Re:Panikattacken
Liebes Sonnenblümchen,

lange habe ich überlegt, ob ich hier schreiben soll, weil ich mich nicht so gerne zurückerinnere.

Vor ungefähr eineinhalb Jahren hatte ich nach einer Kette von schlimmen Krankheiten und Todesfällen im nächsten Umkreis fürchterliche Panikattacken, die mein Leben unglaublich eingeschränkt hatten. Ich konnte nicht einmal mehr Autofahren und auch kaum schlafen. Gleichzeitig hatte mir meine Mutter das Leben sehr schwer gemacht, weil sie ständig anrief und mir mit ihrem Tod gedroht hat, wenn ich mich nicht dauernd um sie kümmere.

Nach mehreren Monaten Therapie stand ich kurz davor, mich selbst einweisen zu lassen. Beim ständigen Reden über die Attacken sind sie echt noch schlimmer geworden. Und dann dieser unglaubliche Zufall: Bei meinen Weihnachtseinkäufen in einer Buchhandlung ist mir das Buch von Klaus Bernhard: Panikattacken und andere Angststörungen besiegen, in die Hände gekommen.

Ursprünglich hatte ich das Buch nur gekauft, weil dort ein Kapitel schnelle Hilfemaßnahmen bei einer akuten Attacke versprach. Daheim angefangen, stand aber schon im ersten Kapitel, dass man das Buch von Anfang bis Ende durcharbeiten soll. Und ich habe es getan.

Es waren sehr viele Aufgaben darin, die einen zur Selbstreflektion angehalten haben, und viele Übungen zur neuronalen Umprogrammierung. Quintessenz war eigentlich, je mehr man in die negative Richtung denkt, desto stärker wird das Gehirn in diese Richtung vernetzt, umso leichter fällt einem wieder das negative Denken bzw. die Angst. Und dann waren viele Übungen zur „Umprogrammierung“.

Ich habe das Buch durchgearbeitet. Von vorn bis hinten. Es war nicht einfach, und ich habe es pro Tag maximal eine Stunde geschafft, es hat ungefähr 2 Wochen gedauert. Und kurz gesagt, es hat geholfen.

Ich habe mein Leben umstrukturiert, in manchen Dingen komplett, in manchen Bereichen nur wenig, und es hat geholfen. Heute kann ich sagen, es geht mir wieder gut.

Ich würde dir empfehlen, dich selbst mit dem Buch auseinanderzusetzen, damit es dir wieder besser geht. Ob es auch für deinen Vater geeignet ist, musst du dann selbst entscheiden, weil es eine gehörige Portion Eigenarbeit und Disziplin erfordert, um sich „umzuprogrammieren“.

Auch heute ertappe ich mich manchmal noch, fast in die „Negativspirale“ einzusteigen, aber weil ich jetzt den Mechanismus kenne, kann ich rechtzeitig gegensteuern. Und ich setze mir in Abständen neue Ziele.

Ich möcht fast sagen, das Buch hat mir das Leben gerettet. Ich wollte mich zwar zu keinem Zeitpunkt umbringen, weil ich meine Familie so liebe, aber die Lebensqualität war beschissen. Und jetzt, über ein Jahr später, fühle ich mich gut.

Hier anonym, weil ich es so will.



Von Sonnenblümchen am 20.01.2020 14:18 Uhr Sonnenblümchen[VK]
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Zuletzt Online am: 14.09.2020
Weitere Beiträge von Sonnenblümchen
Re:Panikattacken
Vielen Dank euch, werde mir das Buch gleich besorgen.

Naja mit Tabletten geht es ihm jetzt ganz gut dort.
Ansonsten wird nichts gemacht..... Bastelstunde am Vormittag... Tabletten... das wars.

Er hat das Glück, er darf die Station verlassen und im Park spazieren gehen. Ansonsten wäre er schon weg dort.

Liebe Grüße

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